۱۸. Subordination von Flexionsphrasen

Durch Subordination entsteht ein Satzgefüge, in dem eine Flexionsphrase (= Nebensatz) nicht selbstständig ist, sondern eine Konstituente der anderen Flexionsphrase (= Hauptsatz) darstellt.

Ein solches Satzgefüge steht immer in denselben grammatischen Teilkategorien wie sein Hauptsatz (siehe 15•a.).

Der Nebensatz kann im Persischen in folgenden Formen auftreten:

  • ۱۸•۱. Relativsatz. Ein solcher Nebensatz attribuiert eine Phrase aus dem Hauptsatz (= Attributivfokus, siehe Kapitel 10.):
    Subordination1_DE

    Saadi (12. – 13. Jh. n. Chr.)

    Kennzeichnend für diese Art der Subordination ist, dass sich sowohl der Attributivfokus (aus dem Hauptsatz) als auch ein Pronomen aus dem Nebensatz (= Relativpronomen) auf dieselbe Entität beziehen:

    Subordination2_DE

  • ۱۸•۲. Inhaltssatz. Dieser Nebensatz hat kein Relativpronomen und spielt (in seiner Ganzheit) selbst die Rolle einer Konstituente im Hauptsatz:
    Subordination3_DE

    Nasrollah Monshi (12. Jh. n. Chr.)

    Ein Inhaltssatz bezieht sich auf keinen Attributivfokus, kann jedoch von einem Demonstrativpronomen (als Platzhalter) im Hauptsatz vertreten werden:

    Subordination4_DE

  • ۱۸•۳. Nebensatz als Präpositional- oder Determinativfokus. Für wenige Präpositionen und Determinantien kann man im Persischen auch Flexionsphrasen als Fokusse einsetzen:
    Subordination5_DE
  • ۱۸•۴. Adverbialsatz. Dieser Nebensatz ist vermutlich durch Weiterentwicklung des Nebensatzes als Präpositionalfokus entstanden und kann im Hauptsatz nur die Rolle eines Adverbials spielen. Adverbialsätze erscheinen ohne Relativpronomen, ohne Attributivfokus und ohne Platzhalter:
    Subordination6_DE

In den indoeuropäischen Sprachen wird dem (syndetischen) Nebensatz eine Konjunktion vorangestellt, die in der Regel durch Grammatikalisierung eines Pronomens entstanden ist. Wie die oberen Beispiele zeigen, übernimmt diese Rolle im Persischen grundsätzlich die Konjunktion /ke/ که (aus dem Interrogativpronomen /ke/ که).

Auch folgende Interrogativpronomina sind zu subordinativen Konjunktionen grammatikalisiert worden:

  1. Für den Konzessivsatz die Interrogativpronomina /ʧe/ چه und /ʧænd/ چند (siehe 18•۴•f:):

    اگر چه عرضِ هنر پیشِ یار بی‌ادبی‌ست

    زبان خموش، ولیکن دهان پر از عربی‌ست

    Hafes (14. Jh. n. Chr.)

    اگر چند فرزند چون دیو زشت

    بود نزدِ مادر چو حورِ بهشت

    Assadi Tusi (11. Jh. n. Chr.)

  2. In archaischen Idiomen das Interrogativpronomen /ki/ کی:

    زیرا که آن سرایزذست کی بذآن آگاه کنذ آن کس را خواهذ از اولیاءِ او.

    Abu Yaghub Sagzi (10. Jh. n. Chr.)

  3. Ebenso in archaischen Idiomen das Interrogativpronomen /koʤɒ/ کجا:

    حکمت آبی‌ست کجا مرده بدو زنده شود

    حکما بر لبِ این آب مبارک‌شجرند

    Nasser Chosrau (11. Jh. n. Chr.)

    نگه کن کجا آفریدونِ گُرد

    که از پیرضحّاک شاهی ببرد

    برفت و جهان دیگری را سپرد

    به جز حسرت از دهر چیزی نبرد

    Firdausi (10. – 11. Jh. n. Chr.)

Außerdem werden (syndetische) Adverbialsätze auch von weiteren Konjunktionen begleitet, die grammatikalisierte Präpositionen und Adverbien darstellen (siehe 18•۴.).

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