Persische Grammatik

„Und was ist mit der persischen Sprache?
So sanft und zart,
dass all diese Bedeutungen und Feinheiten,
auf Persisch zu uns herabgekommen,
können nicht auf Arabisch ausgedrückt werden!“

Shams Täbrisi

Autor: Dr. Navid Fazel, freier Forscher
Über den Autor: Interview mit „Deutsche Welle“

Preface

Einer der Pioniere der Iranischen Linguistik, Dr. Mohammad Moin, schrieb 1961 im Vorwort zu seiner wertvollen Reihe „Grundriss der Persischen Grammatik“:

Manche sagen: „Es ist noch zu früh, die Persische Grammatik zu verfassen und zu veröffentlichen.“ Diese gehören zu mehreren Gruppen:<

Die erste Gruppe gibt keinen Grund für diese Behauptung an und ist grundsätzlich gegen jede positive Unternehmung. Sie ist nicht unser Ansprechpartner.

Eine andere Gruppe ist der Auffassung: „Die Grammatik kann nicht von einer Person verfasst werden.“ Dieses ist eine korrekte Aussage und „ist allgemein akzeptiert.“ …

… Eine weitere Gruppe meint: „Bevor alle Persischen Texte, sowohl Versdichtung als auch Prosa, gedruckt sind, darf keine Grammatik veröffentlich werden.“ Das ist eine seltsame Behauptung und wird von dieser Gruppe auch in Bezug auf die Persischen Wörterbücher wiederholt: „Kein Persisches Wörterbuch soll verfasst werden, bevor sämtliche Persischen Texte korrigiert und gedruckt sind.“

Es muss aber beachtet werden, dass die Korrektur der Texte ohne Konsultation von Wörterbüchern und ohne Kenntnisse der grammatischen Regeln nicht möglich ist. Somit entsteht ein Teufelskreis: Wörterbücher und Grammatik sollen nicht verfasst werden, da noch nicht alle Texte gedruckt sind, und die Texte sollen nicht korrigiert werden, da noch weder Wörterbücher noch Grammatik verfasst wurden!

… Die Vernunft empfiehlt, dass, basierend auf bereits gedruckten und – soweit wie möglich – handschriftlichen, poetischen und prosaischen Texten, das Lexikon und die Grammatik vor dem Hintergrund vergangener und zeitgenössischer, orientalischer und okzidentalischer Forschungen verfasst werden, und eben dieses Lexikon und diese Grammatik bei der Korrektur der Texte herangezogen werden. Texte, welche später korrigiert und gedruckt werden, klären zwangsläufig manche unklaren lexikalischen und grammatischen Punkte, und führen zur Revision einer Reihe von grammatischen Regeln …

So wie er auch beschreibt, ist ein gesamtgrammatisches Werk in diesen Dimensionen auf die dynamische Kooperation der linguistisch interessierten Leser angewiesen. Daher wird die Zusendung Ihrer geschätzten Bemerkungen, Korrekturen und Ergänzungen per Email an info@dastur.info erbeten, damit diese in den ständigen Überarbeitungen berücksichtig werden können.

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